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Glossar

Wörterbuch Gesundheitswesen Deutschland

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A

Abhängigkeit

  • umgangssprachlich Sucht
  • bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand
  • Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet
  • Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums 

Adherence

  • Adherence (engl. für Festhalten, Befolgen), im Deutschen auch Adhärenz, bezeichnet in der Medizin die Einhaltung der zwischen Arzt und Patient gemeinsam vereinbarten Therapieziele.
  • Abzugrenzen vom Begriff der Compliance.

Adherence Coaching

  • Beschreibt die Begleitung erkrankter Menschen durch Fachpflegepersonal.
  • Der Erkrankte wird durch Psychoedukation zum Fachmann seiner Erkrankung
  • Begleitung nach Bedarf des Erkrankten, in schwierigen Zeiten kann der Adherence Coach jederzeit beratend hinzugezogen werden

Affekt/affektiv

  • In der Regel kurze Gefühlsregungen
  • Die Gefühle betreffend

Agitiert

  • Unruhig
  • Nervös
  • Aufgeregt

Agonist

  • Eine Substanz, die die Wirkung einer (körpereigenen) Substanz verstärkt

Akathisie

  • Bewegungsdrang
  • Motorische Unruhe 

Akinese

  • Ausgeprägte  Verarmung der Bewegungen
  • Bis hin zur Bewegungslosigkeit

Ambivalenz

  • Gleichzeitiges Vorherrschen gegensätzlicher Gefühle

Ambulante Pflege

  • Kranke und pflegebedürftige Menschen werden bis zu einem gewissen Grad zu Hause in einem vertrauten Umfeld von professionellen Pflegekräften und Hauspflegepersonal versorgt; 
    Vorteil  ist die Kostenersparnis gegenüber der stationären oder Heimpflege; die Finanzierung erfolgt durch die Pflegeversicherung.

Anhedonie

  • Verlust der Lebensfreude

Antagonist

  • Eine Substanz, die die Wirkung einer (körpereigenen) Substanz aufhebt

Antidepressiva

  • Medikament gegen Depression

Antiepileptika

  • Medikamente, die vor epileptischen Anfällen schützen

Anxiolytika

  • angstlösende Medikamente

Apathie

  • Emotionale Teilnahmslosigkeit

Arbeitsunfähigkeit

  • Arbeitsunfähigkeit ist ein durch Krankheit oder Unfall hervorgerufener Körper- oder Geisteszustand, aufgrund dessen eine Person ihre bisherige Erwerbstätigkeit nicht oder nur unter Gefahr der Verschlimmerung des Zustands weiter ausüben kann.
  • Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen
  • Jeder Arbeitnehmer, der ein ununterbrochenes Arbeitsverhältnis von mindestens vier Wochen hat, erhält bis zu sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung. Im Anschluss erhält er in der Regel Krankengeld von der Krankenkasse.

Automatismen

  • Automatische, nicht willentlich durchgeführte Handlungen oder Bewegungen

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B

Beitragsbemessungsgrenze

  • Grenzgröße, bis zu der in der z.B. Krankenversicherung Beiträge (orientieren sich an der Höhe der sozialversicherungspflichtigen Einnahmen) erhoben werden; Deckelung der Bemessungsgrundlage für den zu entrichtenden Versicherungsbeitrag; mit Erreichung der Beitragsbemessungsgrenze bleiben die Beiträge zur jeweiligen Versicherung konstant, auch wenn das tatsächliche Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt.

Belegarzt

  • Niedergelassener Arzt, der einige Betten (Belegbetten) in einem Krankenhaus mit seinen Patienten belegen kann; gängig vor allem in Fachrichtungen wie Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Urologie, Augenheilkunde und Geburtshilfe.

Benzodiazepine

  • Beruhigende, schlaffördernde Medikamente

Berufliche Rehabilitation

  • Berufliche Rehabilitation umfasst alle Maßnahmen, die die Berufsfähigkeit von kranken und/oder behinderten Menschen fördern.
  • Sie umfasst Hilfen um einen Arbeitsplatz zu bekommen oder weiterhin zu erhalten, Vorbereitungs-, Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, Zuschüsse an Arbeitgeber, sowie die Übernahme vieler Kosten, die mit diesen Maßnahmen in Zusammenhang stehen.  

Bipolar

  • Manisch-depressiv

BKK

  • Betriebskrankenkassen; gesetzlicher Krankenkassenträger; Kassenart, die für innovative Entwicklungen im Gesundheitswesen steht.

Botenstoffe

  • Körpereigene Substanzen
  • u.a. im Gehirn
  • Über diese werden Informationen von einer Nervenzelle zur anderen transportiert

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C

CCT-Cerebrale Computertomographie

  • Computergeschützte Röntgenuntersuchung des Schädels

Cerebral

  • Das Gehirn betreffend

Chefarzt

  • Arzt in verantwortlich leitender Funktion, in der Regel in einem Krankenhaus; Bezeichnung ist nicht auf Krankenhäuser begrenzt, so dass gelegentlich auch leitende Ärzte anderer Einrichtungen wie Sanatorien, Labore etc. so bezeichnet werden. Innerhalb der jeweiligen Institution trägt der Chefarzt typischerweise eine umfassende Verantwortung für einen medizinisch abgegrenzten Teilbereich, z.B. eine Abteilung. Er ist in der Regel Facharzt des entsprechenden Gebiets. Neben der medizinischen Verantwortung hat der Chefarzt zumeist eine disziplinare Verantwortung, mindestens für die Ärzte, oft auch für Psychologen, Sozialarbeiter, Ergo- und Physiotherapeuten, und die ökonomische Verantwortung für die Ertragslage der Abteilung.

Compliance

  • In der Medizin spricht man von der Compliance bzw. Komplianz des Patienten als Oberbegriff für das kooperative Verhalten des Patienten im Rahmen der Therapie. 
  • Zugespitzt: Der Patient führt genau aus, was der Arzt ihm verordnet.
  • Heutzutage spricht man eher von Adherence

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D

Depotemedikation

  • Medikament, bei dem der Wirkstoff langsamer und gleichmäßiger freigesetzt wird
  • Je nach Präparat ist so eine seltenere Einnahme nötig

Depression

  • Die Depression ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom
  • Das Wort stammt aus dem lateinischen deprimere (niederdrücken)
  • In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet

s. Abhängigkeit

Derealisation

  • Die Umgebung wird als fremd und/oder unwirklich wahrgenommen

Diagnosis Related Groups (DRG)

  • Patientenkategorien, die in einer zunehmenden Anzahl von Ländern als Basis der Vergütung von leistungsbezogenen Fallpauschalen in Krankenhäusern verwendet werden; die Einführung von DRGs erfolgte 2003 (Konvergenzphase bis 2009), 

    Erwartungen durch die Einführung von DRG-Pauschalen: Verlagerungen von Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich, Verweildauerverkürzungen; 

    Ziele: Transparenz der Krankenhausleistungen, bessere Versorgungsstrukturen, Qualitätssicherung- und Verbesserung, Prozessoptimierung

  • DRG-Systeme sind ärztlich-ökonomische Patientenklassifikationssysteme, in denen die Behandlungsfälle von Akutkrankenhäusern in eine beschränkte Zahl klinisch definierter Gruppen mit möglichst ähnlichen Behandlungskosten eingeteilt werden  

DMP

  • Desease Management Programmen; sektorenübergreifende Versorgung eines Patienten nach einem einheitlichen Patientenprofil mit einem gemeinsamen Budget; derzeit durch die Krankenkassen genehmigte Diagnosen sind koronare Herzkrankheiten (KHK), Diabetes mellitus, Brustkrebs, Oberschenkelhalsfrakturen, diverse pädiatrische Erkrankungen, chronisch obstruktive Lungenwegserkrankungen (COPD)

Dopamin

  • Ein Botenstoff

Dyskinesien

  • Gestörte Funktion von Bewegungsabläufen
  • Häufig als überschießende bzw. unwillkürliche Bewegungen

Dysphorie

  • Bedrückte, gereizte Stimmungslage

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E

EEG

  • Elektroenzephalographie
  • Messung der elektrischen Aktivitäten des Gehirns über Elektroden
  • diese werden an der Kopfhaut angebracht

EKG

  • Elektrokardiographie
  • Messung der elektrischen Aktivitäten des Herzens
  • diese werden auf dem Körper angebracht

Endogen

  • im Körper entstehend

Essstörung

  • Mit Essstörungen bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden
  • Zentral ist die ständige gedankliche oder emotionale Beschäftigung mit dem Thema "Essen"
  • Sie betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung und hängt mit psychosozialen Störungen und mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammen

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F

Fallpauschalen

  • Bis 2003 wurden für die stationäre Behandlung von Patienten weitgehend Tagessätze bezahlt. Diese boten für die Krankenhäuser wenig Anreiz zur effizienten Behandlung. Seit 2004 werden die Leistungen der Krankenhäuser pauschal je nach Krankheit abgerechnet. Ausnahmen sind psychiatrische, psychosomatische und psychotherapeutische Kliniken und Krankenhäuser.
  • Fallpauschalen unterscheiden nach Krankheitsarten, durchgeführter Behandlung und Schweregrad einer Erkrankung. Die pauschalierte Vergütung stellt einen starken Anreiz für die Krankenhäuser dar, ständig an der Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit zu arbeiten, weil ihnen die dadurch erzielten Kostenvorteile verbleiben.
  • Auch die in der vertragsärztlichen Vergütungsordnung (EBM – einheitlicher Bewertungsmaßstab) aufgeführten ärztlichen Leistungen wurden – soweit möglich – zu Leistungskomplexen oder Fallpauschalen zusammengefasst. In dem am 01.04.2005 in Kraft getretenen EBM sind rund 70 Prozent der Leistungen als Fallpauschalen, Leistungs- oder Verfahrenskomplexe und nur noch 30 Prozent als reine Einzelleistungen abrechenbar.

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G

Gesundheitsfonds

  • Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) (?) wird mit der Einführung des Gesundheitsfonds neu gestaltet. Ab dem 01.01.2009 zahlen alle Beitragszahler den gleichen Beitragssatz. Damit gelten auch in der GKV – wie bereits heute in der gesetzlichen Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung – einheitliche Beitragssätze.
  • Jede Krankenkasse erhält pro Versichertem eine pauschale Zuweisung sowie ergänzende Zu- und Abschläge je nach Alter, Geschlecht und Krankheit ihrer Versicherten. Durch die besondere Berücksichtigung  schwerwiegender und kostenintensiver chronisch Kranker trägt der Risikostrukturausgleich (RSA) (?) dem unterschiedlichen Versorgungsbedarf der Versicherten einer Krankenkasse Rechnung.
  • Dieser weiterentwickelte RSA wird – zeitgleich mit dem Gesundheitsfonds – ebenfalls zum 01.01.2009 eingeführt. Das Bundesversicherungsamt (BVA), das bereits den RSA zwischen den Krankenkassen durchführt, wird den Gesundheitsfonds verwalten. Die länderbezogenen finanziellen Auswirkungen der Einführung des Gesundheitsfonds werden durch eine Konvergenzklausel (?) begrenzt. Sie sorgt dafür, dass nicht vertretbare regionale Belastungssprünge vermieden werden.
  • Das neue Finanzierungssystem des Gesundheitsfonds macht die Leistungen der Krankenkassen beim Leistungs- und Kostenmanagement transparent. Eine Krankenkasse, die besser wirtschaftet, kann ihren Versicherten finanzielle Vergünstigungen oder eine Prämienauszahlung gewähren. Eine Krankenkasse, die schlechter wirtschaftet, muss bei ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag (?) erheben. Um ihre Mitglieder nicht zu überfordern, darf der zusätzliche erhobene Betrag maximal 1 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens ausmachen. Außerdem muss die Krankenkasse ihre Mitglieder auf die Möglichkeit des Kassenwechsels hinweisen.
    Quelle: Modifizierte Darstellung des Bundesgesundheitsministeriums, 2008

Gesundheitswesen

  • Umfasst alle Personen, Organisationen, Einrichtungen, Regelungen und Prozesse eines Landes, deren Aufgabe die Förderung und Erhaltung der Gesundheit sowie die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten ist.

GKV Gesetzliche Krankenkasse

  • Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu verbessern.
  • Alle Versicherten haben den gleichen Leistungsanspruch, dessen Umfang im Sozialgesetzbuch V (SGB V) festgelegt ist. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem Bruttoeinkommen. Entsprechend dem Solidaritätsprinzip (strukturelle Basis der gesetzlichen Krankenversicherung) richten sich die Aufnahmebedingungen nicht nach dem persönlichen Krankheitsrisiko (Alter, Geschlecht, Gesundheitsstatus). Leistungsanspruch besteht nach Bedürftigkeit und beitragsunabhängig. Familienangehörige sind mitversichert.
  • Mitgliedsbeiträge werden prozentual zum jeweiligen Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze (?) erhoben. Versichertenkreis wird Kraft der Sozialgesetzgebung bestimmt, es besteht bei Arbeitnehmern abhängig vom Einkommen Versicherungspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung. Bei einem Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze kann ein Arbeitnehmer freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert bleiben, eine private Krankenversicherung abschließen oder theoretisch auch gar nicht krankenversichert sein. Selbständige sind keine Arbeitnehmer im Sinne des Sozialgesetzbuches und daher nicht versicherungspflichtig.

Grad der Behinderung (GdB)

  • Der GdB wird in einem ärztlichen Gutachten festgestellt und in Zehnergraden von 20 bis 100 ausgedrückt.
  • Ab einem GdB von 50 gilt eine Behinderung als Schwerbehinderung.

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H

Hausarzt

  • Niedergelassener (freiberuflicher) Arzt, der für den Patienten meist die erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen ist. Ca. 37 Prozent der Ärzte in Deutschland sind Hausärzte. Im Idealfall kennt der Arzt im Wesentlichen die Lebens- bzw. Krankengeschichte und die individuelle Situation seiner Patienten (Vertrauensverhältnis), berät und bewertet mit ihnen gemeinsam die Therapiemöglichkeiten und kann für die Patienten eine Lotsenfunktion im Gesundheitswesen wahrnehmen.
  • Zumeist Allgemeinmediziner, z.T. auch Internisten Hausarztmodell / Hausarztsystem / Hausarztversorgung
  • Krankenkassen sind verpflichtet, neben der normalen hausärztlichen Versorgung den Versicherten auch eine qualitativ gute hausärztliche Versorgung anzubieten. 
  • Versicherte können sich für einen Hausarzt als ständigen Partner entscheiden, den sie im Krankheitsfall immer zuerst aufsuchen (Überblick über gesamte Behandlung). Für Versicherte ist die Teilnahme an dieser besonderen Versorgungsform freiwillig. Wenn sie sich dafür entscheiden, müssen sie sich ihrer Krankenkasse gegenüber verpflichten, Fachärzte nur auf Überweisung des von ihnen gewählten Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Die Bindung an den Hausarzt muss mindestens ein Jahr dauern. Ein Anreiz für die Versicherten erfolgt über einen Bonus, z.B. Erstattung der Praxisgebühr (?) oder Hausarzttarif (?).

Hausarzttarif

  • Alle gesetzlichen Krankenkassenmüssen ihren Versicherten spezielle Hausarzttarife anbieten. Das heißt, wer sich in ein Hausarztmodell (?) einschreibt und im Krankheitsfall immer zuerst zum Hausarzt geht, wird von Zuzahlungen (?) oder Praxisgebühren (?) befreit oder bekommt andere Boni. Die Teilnahme an den Hausarztmodellen ist für versicherte und Ärzte freiwillig.

Hebephren

  • Läppisches, alberndes Verhalten
  • vor allem im Rahmen einer Sonderform der Schizophrenie
  • (Hebephrenie)

Hypokinesie

  • Bewegungsarmut
  • Bewegungsverlangsamung

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I

IGEL (Individuelle Gesundheitsleistungen)

  • Außerhalb der Versicherungsleistungen ein privat finanzierter Gesundheitsmarkt; häufig Wellness, Schönheitsoperationen, Medikamente, alternative Heilverfahren.

Integrierte Versorgung

  • Ungelöstes Problem einer unkoordinierten Zusammenarbeit in der Patientenversorgung zwischen den einzelnen Sektoren (? stationärer und ambulanter Behandlung oder beim Übergang zur Rehabilitation) im Gesundheitswesen.
  • Krankenkassen (?) erhalten die Möglichkeit, ihren Versicherten eine abgestimmte Versorgung anzubieten, bei der Haus- und Fachärzte, ärztliche und nichtärztliche Leistungsbringer, ambulanter und stationärer Bereich sowie gegebenenfalls Apotheken koordiniert zusammenwirken. Ziel: Mit begrenzten Mitteln das bestmögliche Ergebnis in der medizinischen Versorgung zu erreichen.
  • Seit 2000 im §140a SGB V eingeführt. Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG)kann seit 2007 auch die Pflege in die integrierte Versorgung einbezogen werden. Ziel: medizinische und pflegerische Gesamtverantwortung.

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K

Katatonie

  • Sonderform der Schizophrenie
  • Mit Störungen der willkürlichen Bewegungen

Kognitiv

  • Denkprozesse und deren Verarbeitung betreffend

Konvergenz(klausel)

  • Die GKV (?) erhalten für ihre Versicherten ab 01.01.2009 aus dem Gesundheitsfonds (?) eine Grundpauschale und einen alters-, geschlechts- und risikoadjustierten Zuschlag. Das bisherige Verfahren der RSA (?) wird durch den Gesundheitsfonds wesentlich vereinfacht. Infolge der einheitlichen Finanzierung aller Krankenkassen über den Gesundheitsfonds entfällt eine Differenzierung in Zahler- und Empfängerkassen. 
  • Um unverhältnismäßige regionale Belastungssprünge aufgrund der Einführung des Gesundheitsfonds zu vermeiden, wird eine Konvergenzklausel eingeführt, die sicherstellt, dass sich die finanziellen Belastungen für die in einem Land tätigen Krankenkassen in Stufen von jeweils höchstens 100 Millionen Euro jährlich aufbauen. Übersteigt die Belastung der in einem Land tätigen Krankenkassen den im jeweiligen Jahr maßgeblichen Schwellenwert, werden die Zuweisungen aus dem Fonds so verändert, dass dieser Betrag genau erreicht wird. Die Belastung wird dadurch ausgeglichen, dass die Kassen dieses Landes aus dem Fonds entsprechend erhöhte Zuweisungen erhalten.
  • Die Konvergenzphase endet, wenn für ein Ausgleichsjahr keine Überschreitung des Schwellenwertes festgestellt wird. 

Kostenerstattungstarif

  • Der Kostenerstattungstarif richtet sich an Versicherte, die Leistungen wie Privatversicherte in Anspruch nehmen möchten. Bei Inanspruchnahme erhält der Versicherte eine Rechnung, die er zunächst einmal selbst bezahlt. Die Leistungen, die der Arzt oder das Krankenhaus in Rechnung stellen, werden – je nach Tarif – zu einem höheren Gebührensatz berechnet als für gesetzlich Krankenversicherte. Möglich ist ein um das 2,3-fache höherer Gebührensatz. Die Kosten bekommt der Versicherte von seiner Krankenkasse erstattet. Der Rahmen der Kostenerstattung ist im Vertrag tariflich vereinbart. Diese Prämie wird zusätzlich zum monatlichen Beitragssatz fällig.

Krankengeld (Wahltarif)

  • Krankengeld oder individueller Krankengeldanspruch: Gesetzlich Versicherte, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, zahlen einen ermäßigten Beitragssatz. Die Krankenkassen müssen diesen Versicherungsmitgliedern, soweit ihnen bei Arbeitsunfähigkeit Arbeitseinkommen entgeht, ab 01.01.2009 einen Wahltarif zum Krankengeld anbieten, der auch individuell den Beginn der Krankengeldleistung festlegt. Das bedeutet, die Mitglieder entscheiden selbständig über ihre finanzielle Absicherung im Krankheitsfall und über den Zeitpunkt, wann diese greifen soll.

KV

  • Kassenärztliche und kassenzahnärztliche Vereinigungen (Körperschaften des öffentlichen Rechts): Jeder Arzt, der eine kassenärztliche Zulassung hat, ist automatisch Mitglied der KV seiner Region. Gesetzlicher Auftrag ist, die ärztliche Versorgung für die Versicherten in der GKV (?) sicherzustellen.
  • Bundesebene: Vereinbarungen über die Organisation der vertragsärztlichen Versorgung durch KBV und Spitzenverband Bund (?).
  • Landesebene: Vergütung der ärztlichen Leistungen, die die KVen dann unter ihren Mitgliedern verteilen.

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L

Laufgruppe

  • In vielen großen psychiatrischen Einrichtungen gibt es spezielle Laufgruppen für psychisch erkrankte Patienten. Ihre Krankenkasse kann Ihnen bei Suche nach einer Lauf- oder Sportgruppe helfen.

Logorrhö

  • Ungehemmter, unkontrollierter Redefluss

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M

Manie

  • Extrem gehobene Stimmung
  • Mit vermehrter Energie
  • Gegenteil: Depression

MDK

  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen; sozialmedizinischer Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen.
  • Überprüft im Auftrag der Pflegekassen, ob die Voraussetzungen für die Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes erfüllt sind.

Medizinische Rehabilitation

  • Die Medizinische Rehabilitation umfasst Maßnahmen, die auf die Erhaltung oder Besserung des Gesundheitszustandes ausgerichtet sind und vorwiegend die Durchführung medizinischer Leistungen erfordern.
  • Erst wenn ambulante Maßnahmen nicht ausreichen, werden stationäre Leistungen erbracht. 
  • Der Antrag auf medizinische Rehamaßnahmen sollte vom Arzt gemeinsam mit dem Patienten gestellt werden. 

Morbi-RSA

  • Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich
  • Die Morbidität (Krankheitsanfälligkeit) bestimmter Bevölkerungsgruppen soll das maßgebliche Kriterium für die Höhe des Beitragsbedarfs werden, den eine Kasse für einen bestimmten Versicherten aus dem RSA angerechnet erhält.
  • Geplante Einführung war 2007, derzeit in der Diskussion

Morbus:

  • Krankheit

MVZ

  • Medizinisches Versorgungszentrum – Einrichtungen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete 
  • Bieten für die Patienten eine besondere medizinische Versorgungsqualität aus einer Hand: Enge Zusammenarbeit aller an der Behandlung Beteiligten und eine gemeinsame Verständigung über Krankheitsverlauf, Behandlungsziele und Therapie

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N

Negativismus

  • Verweigerungshaltung
  • Der Betroffene leistet Widerstand
  • Er tut genau das Gegenteil dessen, wozu er aufgefordert wird

 

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O

Oral

  • Durch den Mund

OTC Medikamente

  • Over-the-counter drugs; Bezeichnung für frei verkäufliche und nicht verschreibungspflichtige Medikamente
  • Sie sind in Apotheken und z.T. im Einzelhandel ohne Rezept erhältlich, die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

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P

Paranoid

  • Wahnhaft

Pathologisch

  • Krankhaft

PET

  • Positronen-Emissions-Tomographie
  • Spezielle Form der Computertomographie
  • Macht die Verteilung einer zuvor radioaktiv markierten Substanz sichtbar

Pflegebedürftigkeit

  • Pflegebedürftig im Sinne der Pflegekassen ist, wer aufgrund von körperlicher, geistiger oder seelischer Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen wiederkehrenden Verrichtungen im Alltag auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedarf.
  • Kriterium zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist der Hilfebedarf der Person in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung.

Phobie

  • Krankhafte Angst vor bestimmte Dingen oder Situationen
  • z.B. Spinnen, Menschenmengen etc.

Prodromalphase

  • Vorlaufphase einer Erkrankung

Prophylaxe

  • Vorbeugung gegen Erkrankungen

Psychotische Störungen

  • Als Psychose bezeichnet man eine schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht
  • Die synonyme Verwendung mit Schizophrenie oder der schizophrenen Störung ist streng genommen nicht richtig
  • Psychose als Überbegriff umfasst auch die organischen und die affektiven Psychosen, ebenso wie die einzelne psychotische Episoden, die nicht chronifizieren
  • Im allgemeinen Sprachgebrauch steht das Wort Schizophrenie also für eine chronische Form der psychotischen Störungen mit starker sozialer Beeinträchtigung, wobei Ursache und Wirkung aufgrund der vielfältigen Ausprägung der Krankheit nicht klar zu differenzieren sind

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Q

Qualitätsberichte

  • Veröffentlichung der Leistungsqualität von Pflegeeinrichtungen nach einer klaren Systematik
  • Die Partner der Selbstverwaltung (Spitzenverband Bund der Pflegekassen, Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene) haben unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) eine Gesamtbewertung in Form von Schulnoten von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ vereinbart. Grundlage der Bewertung ist eine Qualitätsprüfung durch den MDK (?).

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R

Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK)

  • Die RPK ist ein spezieller Reha-Bereich, der ambulante und stationäre Elemente verbindet.
  • Medizinische, berufliche und psychosoziale Angebote werden von multi-professionellen Reha-Teams angeboten.

Remission

  • Komplette Wiederherstellung des Zustandes vor Beginn der Erkrankung
  • Gegenteil: Residuum

Residualphase/Residuum

  • Der Zustand vor der Erkrankung wird nicht wiederhergestellt
  • Gegenteil: Remission

Retardmedikament

  • Der Wirkstoff des Medikaments wird verlangsamt freigesetzt
  • So muss das Präparat seltener eingenommen werde
  • Oder der Wikrstoffspiegel wird konstanter eingestellt

Reversibel

  • Umkehrbar

Rezidiv

  • Rückfall

Rezidivprophylaxe

  • Vorbeugung gegen einen Rückfall

RSA (Risikostrukturausgleich)

  • 1994 eingeführter Finanzausgleich zwischen allen gesetzlichen Krankenkassen mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Krankenkassen.
  • Um das Problem der Risikoselektion zu mindern, bezahlen Krankenversicherer mit einer guten Risikostruktur ihrer Versicherten Ausgleichszahlungen an Versicherer mit einer schlechten Risikostruktur.

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S

Sachverständigenrat

Dient der Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und hat die Aufgabe:

  • im Abstand von zwei Jahren Gutachten zu erstellen und in diesem Rahmen die Entwicklung in der gesundheitlichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu analysieren 
  • unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen und vorhandenen Wirtschaftlichkeitsreserven Prioritäten für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehender Überversorgung zu entwickeln
  • Vorschläge für medizinische und ökonomische Orientierungsdaten vorzulegen 
  • sowie Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aufzuzeigen.

Sedierung

  • Beruhigung

Selbstbehalttarif

  • Jeder Versicherte kann mit seiner Kasse einen Selbstbehalttarif vereinbaren. Die Krankenkasse gewährt einen günstigeren Tarif, im Gegenzug verpflichtet sich der Versicherte, bei Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen einen bestimmten Betrag aus eigener Tasche zu zahlen. In vergleichbarer Weise können Versicherte spezielle Tarife wählen, die Prämienzahlungen bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen vorsehen.

Solidaritätsprinzip

  • Rahmenbedingungen zum allgemeinen Bedürfnis nach sozialer Sicherheit
  • Die zu versichernden Risiken werden von allen Versicherten getragen. Unabhängig vom gezahlten Beitrag in die Sozialversicherungen  (?) besteht ein umfassender Schutz (solidarischer Ansatz) – Ausgleich zwischen Gesunden und Kranken, zwischen besser und weniger gut Verdienenden, zwischen Jung und Alt, zwischen Familien und Singles.

Somatik

  • Beschreibt Erkrankungen mit körperlichem Hintergrund, die nicht die psychische Gesundheit betreffen.
     

Sozialversicherung

  • Kernelement des deutschen Sozialsystems
  • Ein gesetzliches Versicherungssystem als Teil der sozialen Sicherung Deutschlands; als Solidargemeinschaft bietet es wirksamen finanziellen Schutz vor den großen Lebensrisiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter, Betriebsunfälle und Pflegebedürftigkeit 

Sozialpsychiatrischer Dienst (SpDi)

  • In der Regel arbeiten Ärzte und Sozialarbeiter beim SpDi, bisweilen auch Krankenschwestern oder Psychologen. Meist bieten sie aber weder Psychotherapie an, noch dürfen sie Medikamente verschreiben.
  • Die SpDi halten Kontakt zu Menschen mit Psychosen, die sich isolieren, machen Hausbesuche bei betroffenen Familien, bieten Kontaktmöglichkeiten und Beratung und beurteilen gefährdete Patienten.
  • Adressen Sozialpsychiatrischer Dienste erhält man beim Gesundheitsamt. Die Inanspruchnahme ihrer Angebote ist kostenlos.

Spätdyskinesien

  • Stereotype
  • d.h. gleichförmige, wiederkehrende Saug-, Schmatz- und Kaubewegungen
  • Häufig Folgen einer Langzeitbehandlung
  • v.a. bei älteren Antipsychiotika

Spitzenverband Bund der Krankenkassen

  • Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Untersteht der Aufsicht des Bundesministerium für Gesundheit
  • Der Verwaltungsrat besteht aus Versicherten- und Arbeitgebervertretern der Allgemeinen Ortskrankenkassen, der Ersatzkassen, der Betriebskrankenkassen, der Innungskrankenkassen, der See-Krankenkasse, der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und der Landwirtschaftlichen Krankenkasse
  • Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben Ende 2008 ihre Funktion als Körperschaft des öffentlichen Rechts verloren; an ihre Stelle trat bereits zum 01.07.2008 der „Spitzenverband Bund der Krankenkassen“, der von allen gesetzlichen Krankenkassen gebildet wird
  • Dieser vertritt künftig allein und einheitlich alle Kassen auf Bundesebene, etwa in der gemeinsamen Selbstverwaltung mit der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sowie mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft
  • Diese grundlegende Veränderung der organisatorischen Strukturen der GKV erfolgte durch das „Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, GKV-WSG)

Stufenweise Wiedereingliederung

  • Ziel des sogenannten "Hamburger Modells" ist, arbeitsunfähige Arbeitnehmer nach längerer schwerer Krankheit schrittweise an die volle Arbeitsbelastung heranzuführen, um den Übergang zur vollen Berufstätigkeit zu erleichtern.
  • Die Dauer der Wiedereingliederung ist unterschiedlich, in der Regel beträgt sie sechs Wochen bis sechs Monate. Während der Maßnahme gilt der Arbeinehmer weiterhin als arbeitsunfähig und erhält Kranken- bzw. Übergangsgeld.
  • Den Antrag auf Stufenweise Wiedereingliederung stellt der Patient gemeinsam mit dem Arzt. Er wird bei der Krankenkasse eingereicht.

Suizidgefahr/ suizidales Verhalten

  • Suizidalität, auch Suizidgefährdung oder umgangssprachlich Lebensmüdigkeit genannt
  • Umschreibt einen psychischen Zustand, in dem Gedanken, Phantasien, Impulse und Handlungen anhaltend, wiederholt oder in bestimmten krisenhaften Zuspitzungen darauf ausgerichtet sind, gezielt den eigenen Tod herbeizuführen
  • Selbsttötungsgedanken von depressiven Menschen müssen sehr ernst genommen werden. Eine schnelle Kontaktaufnahme zum behandelnden Arzt ist wichtig.
  • Hilfe für betroffene Personen bieten der behandelnde Arzt, Beratungsstellen, Sozialpsychiatrische Dienste, oder die Telefonseelsorge (Tel.: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, www.telefonseelsorge.de)

Supportiv

  • Unterstützend

 

 

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T

Therapierefraktär

  • Nicht auf eine Behandlung ansprechend

Tranquilizer

  • Beruhigungsmittel

Tremor

  • Zittern

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U

Umlagefinanzierung

  • Die Sozialversicherung – Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung – wird über ein Umlageverfahren finanziert. Das bedeutet, dass z.B. die in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eingezahlten Beträge unmittelbar zur Deckung der Leistungsausgaben verwendet werden.

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V

Versicherungspflicht

  • Grundsätzlich für Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze und bis zum Überschreiten der maßgeblichen Versicherungspflichtgrenze (? Beitragsbemessungsgrenze) in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren.
  • Auszubildende, Praktikanten, Rentner, Studenten, selbständige Landwirte, Künstler, behinderte Menschen, Bezieher von Entgeltersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) sind kraft Gesetzes pflichtversichert und müssen einer von ihnen wählbaren gesetzlichen Krankenkasse beitreten.

Versicherungspflichtgrenze

  • Festlegung, bis zu welcher Höhe des jährlichen Bruttoarbeitsentgelts Arbeitnehmer der Versicherungspflicht (?) in der GKV (?) unterliegen.
  • Wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst
  • Lag 2008 bei 48.150€/Jahr oder 4.012,50€/Monat.
  • Liegt der Bruttoverdienst oberhalb der Grenze, besteht die Wahl zwischen freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV (?) oder einer privaten Krankenversicherung.

Versicherungsschutz

  • Gesetzlich krankenversicherte Personen haben Anspruch auf eine umfassende medizinische Versorgung, und zwar unabhängig von ihrem Einkommen und ihrem Alter
  • Der Gesetzgeber hat die grundsätzlichen Leistungsansprüche festgeschrieben.
  • Versicherungsschutz haben alle Pflichtversicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (?GKV) sowie im Rahmen der Familienversicherung auch deren Ehepartner und Kinder.

Vertragsarzt

  • Umgangssprachlich „Kassenarzt“
  • Jeder im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Behandlung von sozialversicherten Patienten zugelassene oder ermächtigte Arzt
  • Die Organisation des Vertragsarztwesens erfolgt durch die Kassenärztliche Vereinigung (?KV)
  • Er kann allein als freiberuflicher Arzt, in Praxisgemeinschaften oder Gemeinschaftspraxen tätig werden, Voraussetzung ist der Facharzttitel

Vulnerabilität

  • Individuelle Empfindlichkeit für das Auftreten einer Erkrankung

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W

Wahltarif

  • Im Zuge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) haben die Krankenkassen die Möglichkeit erhalten, ihren Versicherten Wahltarife und spezielle Versorgungsangebote anzubieten.
  • Versicherte erhalten somit mehr Wahlmöglichkeiten und eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote
  • Neue Tarifvereinbarungen sind: Hausarzttarif(?), Selbstbehalttarif (?), Kostenerstattungstarif (?), Wahltarif zum Krankengeld (?), Wahltarif für besondere Versorgungsformen (integrierte Versorgung (?), DMP (?))
  • Alle genannten Tarifvereinbarungen – außer denen zur Teilnahme an besonderen Versorgungsformen – haben eine Bindungsfrist von mindestens drei Jahren, ausgeschlossen besondere Härtefälle
  • Versicherte, die ihren Krankenkassenbeitrag nicht selbst zahlen, zum Beispiel Arbeitslosengeldbezieher, haben keinen Anspruch auf Wahltarife

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Z

ZNS

  • Abkürzung für zentrales Nervensystem
  • d.h. Gehirn und Rückenmark

Zuzahlungen

  • Gelten für nahezu alle Leistungen der GKV (?) – Arzt- und Zahnarztbesuche, Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhausaufenthalte, häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe und Fahrtkosten in Höhe von zehn Prozent, mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro
  • Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind von Zuzahlungen befreit (Stärkung des Bewusstseins für Gesundheit)

Ihre Ansprechpartner

Anette Grosch
Assistentin Patienten Service
anette.grosch@grosch-ps.de
+49 (0)7151 - 205848 18

Tim Konhäuser Prokurist
Leiter Patienten Service
tim.konhaeuser@grosch-ps.de
+49 (0)162 - 2818106

Iris Haag Prokuristin
Leiterin Personal, Finanzen und Administration
iris.haag@grosch-ps.de
+49 (0) 7151 205848 15